Bausparvertrag noch lohnenswert?
Um ein Haus, eine Eigentumswohnung oder eine Immobilie als Kapitalanlage zu erwerben, bedarf es hinsichtlich der Finanzierung sicherlich einiger Überlegungen. Was früher als altmodisch galt, nämlich einen Bausparvertrag abzuschließen, wird in der heutigen Zeit wieder vermehrt wahrgenommen.
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Der Bausparvertrag ist in der momentanen Finanzkrise eine sichere Geldanlage und die Gelder sind durch einen Einlagensicherungsfonds der einzelnen Bausparkassen auf jeden Fall abgesichert. Allerdings ist es seit diesem Jahr nur noch möglich, für den Wohnraum (Eigenheim oder Eigentumswohnung) einen Bausparvertrag abzuschließen, den man auch selbst nutzt.
Davor war es möglich, den angesparten Bausparbetrag beispielsweise für ein Auto oder Ähnliches einzusetzen. Es ergab sich dann daraus nur die Konsequenz, dass die Zinsen erhöht wurden, wohingegen man heute die bereits erhaltene Bausparprämie zurückerstatten müsste. Bausparverträge haben heute eine Mindestlaufzeit von 7 Jahren und kommen danach zur Auszahlung.
Darüber hinaus haben Bausparverträge den Vorteil, dass sie teilweise vom Arbeitgeber und teilweise vom Staat bezuschusst werden. Der Staat gibt für die Bildung von Wohneigentum 8,8 % der eingezahlten monatlichen Beiträge dazu. Die Arbeitnehmersparzulage ist, wenn sie arbeitsvertraglich festgelegt ist, von Einkommensgrenzen abhängig.
Sie ist für Ehepaare gültig, mit einem zu versteuernden Bruttojahreseinkommen, das 40.0000 € nicht übersteigt, bei Alleinstehenden liegt die Grenze bei 20.000 €. Das Einkommen muss aus einer nicht-selbstständigen Arbeit bezogen werden. Die Arbeitnehmersparzulage liegt dann bei Bausparverträgen bei 9 %. Ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität der Bausparverträge, da man z. B. die Höhe der monatlichen Einzahlungen selbst bestimmen kann.
Vor Fälligkeit der Bausparsumme sollte man sich also früh genug Gedanken gemacht haben, wie man das angesparte Geld nutzen möchte. Eine andere Alternative der Geldanlage ist ein Festgeldkonto. Dieses wird für einen festzulegenden Zeitraum zu einem festen Zinssatz eröffnet und ist innerhalb dieses Zeitraumes nicht verfügbar. Die Zeiträume sind variabel wählbar. Allerdings verlangen die meisten Bankinstitute einen Mindesteinsatz von ca. 5.000 €. Die Gefahr hierbei ist jedoch, dass man sehr schnell in den Kreis derjenigen gerät, die durch die Höhe der Zinserträge zur Abgeltungssteuer herangezogen werden, die seit dem 01. 01. 2009 eingeführt wurde, da die Freibeträge relativ niedrig sind.
Dadurch, dass die Verzinsung von Bausparverträgen derzeit bei ca. 1 % bis 2 % liegt, fällt hier der Sparerpauschbetrag nicht an. Nicht hinzugerechnet wird der Bonuszins. Wenn man ein Haus baut stellt sich schnell die Fragen, erstellt man es in der Massivbauweise oder entscheidet man sich für ein Fertighaus? Nachdem die Fertighäuser, die in den Jahren um 1970 erbaut wurden, einen schlechten Ruf hatten, hat sich dieser Ruf mittlerweile sehr gewandelt. Fertighäuser werden in verschiedensten Materialien erstellt. So gibt es mittlerweile auch bereits in Massivbauweise vorgefertigte Bauteile.
Der Vorteil, sich für den Bau eines Fertighauses zu entscheiden, liegt beispielsweise darin, dass der Kostenaufwand besser eingeplant werden kann; es kann zu keiner Kostenexplosion kommen wie z. B. bei einem Architektenhaus. Außerdem ist das Preis-Leistungsverhältnis im Gegensatz zur Stein-auf-Stein-Methode wesentlich günstiger.
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Dadurch ist auch eine Finanzierung nicht so kostenaufwendig. Des Weiteren ist durch die sehr gute Wärmedämmung der Fertigbauteile ein erhöhtes Energiesparpotenzial gegeben. Sicherlich muss man sich bei der Planung dieser Fertighausimmobilie auch fragen, ob die Einkünfte nicht gefährdet sind, um die monatliche Abtragung zu gewährleisten und in wieweit der Lebensstandard unter der geplanten Baumaßnahme leidet. Ein durchaus angenehmes Finanzpolster zur Finanzierung eines Fertighauses ist ein Eigenkapitalanteil von 20 bis 40 %. Um sich dieses Polster anzusparen empfiehlt es sich den Überblick über die Finanzen durch ein kostenloses Haushaltsbuch zu behalten



